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Glossar

Nachweisverfahren ist ein Begriff aus dem Abfallrecht, genauer aus der Nachweisverordnung, welche die Dokumentation bei der Abfallentsorgung beschreibt.

Erzeuger, Besitzer, Sammler, Beförderer und Entsorger von gefährlichen Abfällen haben sowohl der zuständigen Behörde gegenüber als auch untereinander die ordnungsgemäße Entsorgung gefährlicher Abfälle nachzuweisen.

Vereinfachungen für Abfallerzeuger bei der Nachweisführung gelten für:
die Entsorgung von insgesamt weniger als 2 Tonnen gefährlichen Abfalls pro Jahr (Kleinmengenentsorgung)
sowie die Entsorgung von weniger als 20 Tonnen gefährlichen Abfalls je Abfallschlüssel und Kalenderjahr.

Erst wenn die oben angegebenen Mengen (2 to bzw. 20 to) überschritten werden, genügt der Übernahmeschein zur Registerführung beim Abfallerzeuger nicht mehr.

Der Abfallerzeuger muss:
vorab die Zulässigkeit der vorgesehenen Entsorgung durch einen Entsorgungsnachweis (Vorabkontrolle)
und dann die durchgeführte Entsorgung mit dem Begleitscheinverfahren (Verbleibskontrolle).
elektronisch nachweisen (eANV elektronisches Abfall-Nachweisverfahren)
Weitere Informationen zum elektronischen Nachweisverfahren finden sich bei der Zentralen Koordinierungsstelle der Länder (ZKS-Abfall).

In einigen Bundesländern gibt es Andienungs- und Überlassungspflichten für gefährliche Abfälle.

Achten Sie als Abfallerzeuger immer auf die abfallrechtliche Sorgfaltspflicht.
Fragen zum Ablauf des Nachweisverfahrens im Einzelnen beantwortet die Abfallberatung der Kommune.
Auch zertifizierte Entsorgungsfachbetriebe können weiterhelfen. Seit 2018 sind diese Betriebe in einem Entsorgungsfachbetrieberegister ständig aktuell abrufbar.
Gemäß dem Verursacherprinzip bleibt die Verantwortung beim Abfallerzeuger bis die Entsorgung endgültig und ordnungsgemäß abgeschlossen ist.

Aktuelles

TRGS 554 Abgase von Dieselmotoren neu erschienen

Die TRGS "Abgase von Dieselmotoren" wurde vollständig überarbeitet und am 18.03.2019 veröffentlicht. Sie beschreibt wichtige Punkte zur Gefährdungsbeurteilung und gibt Schutzmaßnahmen an.  

DGUV-I 209-044 Holzstaub neu erschienen

Die DGUV Information "Holzstaub" ist im Februar 2019 erschienen. Sie ist eine Praxishilfe für die Erstellung der Gefährdungsbeurteilung und beschreibt Informationsermittlung, die zu ergreifenden Schutzmaßnahmen und die Wirksamkeitskontrolle.

12. ATP des CLP-Verordnung veröffentlicht

Die 12. ATP wurde am 27.03.2019 im EU-Amtsblatt veröffentlicht. Seit  - 17.04. darf sie angewendet werden, spätestens am 17.10.2020 muss sie umgesetzt sein.