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Glossar

Angebotsvorsorge

Nach der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) ist Angebotsvorsorge arbeitsmedizinische Vorsorge, die bei bestimmten gefährdenden Tätigkeiten vom Arbeitgeber anzubieten sind. Angebotsvorsorge muss vor Aufnahme der Tätigkeit und anschließend in regelmäßigen Abständen angeboten werden.
Dem Beschäftigten steht es frei, dieses Angebot anzunehmen oder nicht. Es enstehen ihm keine Kosten oder Nachteile, wenn er die Vorsorge durchführen lässt.
Das Ausschlagen eines Angebots entbindet den Arbeitgeber nicht von der Verpflichtung, die Vorsorge weiter regelmäßig anzubieten.
Die Vorsorge besteht - im Gegensatz zu früheren Regeln - zunächst aus einem Gespräch zwischen Arzt und Beschäftigtem. Im Rahmen dieses Gesprächs kann der Mediziner dem Beschäftigtem Untersuchungen vorschlagen. In jedem Fall wird dem Arbeitgeber eine Bescheinigung übermittelt, aus der hervorgeht, dass, wann und aus welchem Anlass ein arbeitsmedizinischer Vorsorgetermin stattgefunden hat und wann eine weitere arbeitsmedizinische Vorsorge angezeigt ist. Diese Bescheinigung enthält keine Angaben mehr zur gesundheitlichen Bedenklichkeit oder Unbedenklichkeit der Tätigkeit für die betreffende Person. Selbst wenn aus ärztlicher Sicht nach Ausschöpfen aller Arbeitsschutzmaßnahmen als letzte Möglichkeit ein Tätigkeitswechsel der Person angezeigt ist, darf dies dem Arbeitgeber nicht ohne Einwilligung des Beschäftigten mitgeteilt werden.

Aktuelles

TRGS 554 Abgase von Dieselmotoren neu erschienen

Die TRGS "Abgase von Dieselmotoren" wurde vollständig überarbeitet und am 18.03.2019 veröffentlicht. Sie beschreibt wichtige Punkte zur Gefährdungsbeurteilung und gibt Schutzmaßnahmen an.  

DGUV-I 209-044 Holzstaub neu erschienen

Die DGUV Information "Holzstaub" ist im Februar 2019 erschienen. Sie ist eine Praxishilfe für die Erstellung der Gefährdungsbeurteilung und beschreibt Informationsermittlung, die zu ergreifenden Schutzmaßnahmen und die Wirksamkeitskontrolle.