GisChem

Essigsäure, ab 90 %

Auszug aus:
Datenblatt

Essigsäure, ab 90 %: Charakterisierung, Grenzwerte, Einstufungen

Essigsäure, ab 90 % wird auch als Ethansäure, Methancarbonsäure oder Holzsäure bezeichnet. Die wasserfreie Essigsäure wird als Eisessig bezeichnet.
Essigsäure ist eine farblose, stechend riechende, feuchtigkeitsanziehende Flüssigkeit, die unterhalb von 16 °C zu eisartigen Kristallen erstarrt.
Essigsäure ist gut wasserlöslich. Sie läßt sich in jedem Verhältnis mit Ethanol, Ether, Glycerin, (Chloroform), (Tetrachlormethan) und etherischen Ölen mischen.
In der Lebensmittelindustrie wird Essigsäure als Säuerungsmittel, Konservierungsstoff sowie zur Herstellung von Essig und Essigessenz eingesetzt. Sie ist ein Bestandteil der Haushaltsreiniger, Entkalker und Photochemikalien.
Weiterhin dient sie als Lösemittel für pflanzliche und tierische Fette oder Öle, bestimmte Harze und Wachse sowie Celluloseacetat; reine Essigsäure löst Schwefel und Phosphor.
Für Lösungen mit anderen Konzen­trationen sind in GisChem auf­grund des unter­schied­lichen Ge­fah­ren­potenzials geson­derte Daten­blätter enthalten.
Der Stoff kann je nach Verwendungsart der Biozid-Verordnung unterliegen.
Schmelzpunkt: < 16 °C
Siedepunkt: > 108 °C
Flammpunkt: > 40 °C
Zündtemperatur: > 485 °C
Untere Explosionsgrenze: 4 Vol.-% bzw. 100 g/m³
Obere Explosionsgrenze: 17 Vol.-% bzw. 430 g/m³
Essigsäure
Arbeitsplatzgrenzwert (AGW): 25 mg/m³ bzw. 10 ml/m³ (ppm)
Spitzenbegrenzung: Überschreitungsfaktor (ÜF) 2; Ka­te­go­rie für Kurzzeitwerte (I)
Der messtechnische Mittelwert über 15 Minuten darf den 2-fachen AGW nicht überschreiten.
Bemerkung Y (TRGS 900): Ein Risiko der Fruchtschädigung braucht bei Ein­haltung der Grenz­werte (AGW und ggf. BGW) nicht be­fürchtet zu werden.
TA Luft (2002): (Nummer 5.2.5) Klasse II, d.h. der Massen­strom von 0,5 kg/h oder die Massen­konzen­tration von 100 mg/m³ im Abgas darf nicht über­schritten werden.
Beim Vorhandensein von mehreren Stoffen sind die wei­teren Fest­legungen der TA Luft hin­sichtlich maxi­maler Massen­ströme und -konzen­tration im Abgas zu beachten.
WGK: 1 (schwach wassergefährdend), Kenn-Nr.: 93