GisChem

m-Phenylendiamin

Auszug aus:
Datenblatt

m-Phenylendiamin: Charakterisierung, Grenzwerte, Einstufungen

m-Phenylendiamin wird auch als 1,3-Phenylendiamin, 1,3-Diaminobenzol und m-Aminoanilin bezeichnet.
Es handelt sich um einen farblosen bis schwach gelblichen, an der Luft rot werdenden, kristallinen, feuchtigkeitsanziehenden Feststoff.
Der Stoff ist teilweise löslich in Wasser, löslich in Ethanol, Diethylether, Chloroform, Aceton.
Verwendet wird m-Phenylendiamin als Ausgangsstoff für Farben, Pharmazeutika, Pelzfärbemittel, Kunstfasern, als Härter für Epoxidharze und wird Photochemikalien zugesetzt.
Die im Folgenden aufgeführten Stoffdaten, Einstufungen sowie die be­schrie­benen Gefahren und Maßnahmen be­zie­hen sich auf m-Phenylendiamin als Fest­stoff.
Schmelzpunkt: 63 °C
Siedepunkt: 287 °C
Flammpunkt: 187 °C
Zündtemperatur: > 500 °C
m-Phenylendiamin
Gefahr der Hautresorption (H)
Keimzellmutagen Kat. 2 (GefStoffV) - Stoffe, die wegen möglicher erbgutverändernder Wirkung beim Menschen Anlass zur Besorgnis geben
TA Luft (2002): (Nummer 5.2.5) Klasse I, d.h. der Massen­strom von 0,1 kg/h oder die Massen­konzen­tration von 20 mg/m³ im Abgas darf nicht über­schritten werden.
Ist dies mit verhältnismäßigem Auf­wand nicht ein­zu­halten, ist die Emissions­begren­zung im Ein­zel­fall fest­zu­legen.
Beim Vorhandensein von mehreren Stoffen sind die wei­teren Fest­legungen der TA Luft hin­sichtlich maxi­maler Massen­ströme und -konzen­tration im Abgas zu beachten.
Für Anlagen zur Verarbeitung von flüssigen Epoxid­harzen mit Aminen gilt ab­weichend von der Fest­legung unter Nummer 5.2.5:
Die Massenkonzentration von 85 mg/m³, angegeben als Gesamtkohlenstoff, darf nicht überschritten werden.
Für bestimmte Anlagen (zur Her­stellung von Klebe­mitteln) sind an­lagen­spezi­fische Bestimmungen nach Nummer 5.4 zu beachten.
Die staubförmigen Emissionen (Gesamt­staub) dürfen die Massenkonzentration von 10 mg/m³ nicht überschreiten.
WGK: 3 (stark wassergefährdend), Kenn-Nr.: 1312