GisChem

Ammoniaklösung

Auszug aus:
Datenblatt

Ammoniaklösung: Charakterisierung, Grenzwerte, Einstufungen

Ammoniaklösung wird auch als Ammoniakwasser, Ammoniaklauge, Salmiakgeist, Hirschhorngeist und Ammoniumhydroxid bezeichnet.
Es handelt sich um eine farblose, stechend riechende, flüchtige Flüssigkeit.
Konzentrierte Ammoniaklösung kommt als 25%ige oder 32%ige Lösung in den Handel. Die hier angegeben physikalischen Daten beziehen sich auf die übliche 25%ige Lösung.
Ammoniak dient als Zusatz für Reinigungsmittel und wird für die Herstellung von Düngemitteln, Pestiziden, Spiegeln und in der Lederverarbeitung verwendet.
Für verdünnte Ammoniaklösungen sind in GisChem auf­grund des unter­schied­lichen Ge­fah­ren­potenzials geson­derte Daten­blätter enthalten.
Schmelzpunkt: -57,5 °C
Siedepunkt: 37,7 °C
Ammoniaklösungen selbst sind nicht brennbar. Durch Ausgasen von Ammoniak können aber explosionsfähige Gemische mit Luft gebildet werden; ggf. sind dann Zünd­temperatur und Explosionsgrenzen von gas­förmigem Ammoniak zu beachten:
Zündtemperatur: 630 °C
Untere Explosionsgrenze: 15,4 Vol.-% bzw. 108 g/m³
Obere Explosionsgrenze: 33,6 Vol.-% bzw. 240 g/m³
Ammoniaklösung
Es gilt der Grenzwert für Ammoniak-Gas.
Arbeitsplatzgrenzwert (AGW): 14 mg/m³ bzw. 20 ml/m³ (ppm)
Spitzenbegrenzung: Überschreitungsfaktor (ÜF) 2; Ka­te­go­rie für Kurzzeitwerte (I)
Der messtechnische Mittelwert über 15 Minuten darf den 2-fachen AGW nicht überschreiten.
Bemerkung Y (TRGS 900): Ein Risiko der Fruchtschädigung braucht bei Ein­haltung der Grenz­werte (AGW und ggf. BGW) nicht be­fürchtet zu werden.
TA Luft (2002): (Nummer 5.2.4) Klasse III, d.h. der Massen­strom von 0,15 kg/h oder die Massen­konzen­tration von 30 mg/m³ im Abgas darf nicht über­schritten werden.
Beim Vorhandensein von mehreren Stoffen sind die wei­teren Fest­legungen der TA Luft hin­sichtlich maxi­maler Massen­ströme und -konzen­tration im Abgas zu beachten.
WGK: 2 (deutlich wassergefährdend), Kenn-Nr.: 211