GisChem

Eisen-II-chlorid

Auszug aus:
Datenblatt

Eisen-II-chlorid: Charakterisierung, Grenzwerte, Einstufungen

Eisen-II-chlorid wird auch als Eisendichlorid, Ferrochlorid oder Eisenchloruer bezeichnet.
Das geruchlose, feuchtigkeitsanziehende, kristalline Pulver ist gut löslich in Wasser, Alkohol und Aceton, mäßig löslich in Benzol und unlöslich in Ether.
Eisen-II-chlorid liegt entweder als blaugrünes Tetrahydrat oder nach Abgabe des Kristallwassers durch Erhitzen auf 105 bis 110 °C als grünlich-gelbes wasserfreies Anhydrat vor.
Es wird zur Entschwefelung von Gasen in Biogasanlagen wie auch als Fällungs- und Flockungsmittel bei der Abwasserreinigung eingesetzt.
Darüber hinaus dient es als Ausgangsstoff zur Herstellung weiterer Eisenverbindungen wie Eisen-III-chlorid und als Reduktionsmittel bei der Herstellung von Farben.
Eisen-II-chlorid kommt auch als Lösung mit Salzsäure und anderen Salzen in den Handel.
Für Eisen-II-chlorid als wässrige Lösungen mit Salzsäure bzw. in technischer Form mit Nickel-II-chlorid sind in GisChem auf­grund des unter­schied­lichen Ge­fah­ren­potenzials geson­derte Daten­blätter enthalten.
Die im Folgenden aufgeführten Stoffdaten, Einstufungen sowie die be­schrie­benen Gefahren und Maßnahmen be­zie­hen sich auf den Reinstoff Eisen-II-chlorid als Tetrahydrat wie auch als Anhydrat.
Schmelzpunkt: 677 °C
Siedepunkt: 1012 °C
TA Luft (2002): (Nummer 5.2.1), d.h. die im Abgas enthaltenen staub­förmigen Emissionen dürfen ent­weder den Massen­strom von 0,20 kg/h oder die Massen­konzen­tration von 20 mg/m³ nicht überschreiten.
Auch bei Einhaltung oder Unterschreitung eines Massen­stroms von 0,20 kg/h darf im Abgas die Massen­konzentration von 150 mg/m³ nicht über­schritten werden.
WGK: 1 (schwach wassergefährdend), Kenn-Nr.: 524