GisChem

Holzstaub, ohne Hartholzstäube

Auszug aus:
Datenblatt

Holzstaub, ohne Hartholzstäube: Charakterisierung, Grenzwerte, Einstufungen

Holzstaub entsteht bei jeder spanenden Bearbeitung (besonders beim Schleifen) von Holz, Holzwerkstoffen oder Holz­verbundstoffen durch Maschinen oder Handarbeit.
Bei der Handhabung von Roh- oder Fertigteilen sowie beim Wechseln von Staubsammelsäcken der Absaug­anlage oder bei der Reinigung der Werkstatt kann ohne getroffene Schutzmaßnahmen abgelagerter Holzstaub in der Raumluft verteilt werden.
Da explosions­fähige Staub-Luft-Gemische entstehen können, sind insbesondere die Kapitel Explosions­gefahren und Brand- und Explosions­schutz dieses Daten­blattes zu beachten.
Harthölzer sind z.B. Eiche und Buche, aber auch verschiedene andere Hölzer wie z. B. Mahagoni, Teak, Birke oder Ahorn.
Typische Weichholzarten sind Fichte oder Kiefer.
Für Hartholzstäube ist in GisChem auf­grund des unter­schied­lichen Gefahren­potenzials ein geson­der­tes Da­ten­blatt ent­halten.
Die folgenden Daten sind zur Orientierung aufgeführt. Produktspezifische Kenndaten können je nach Holzart abweichen.
Untere Explosionsgrenze: ca. 30 bis 60 g/m³
Zündtemperatur: 300 bis 400 °C
Holzstaub
Gefahr der Sensibilisierung der Haut und der Atemwege (Sh und Sa)
Beispiele für sensibilisierende Holzarten sind in TRGS 907 aufgeführt.
Wenn Hartholzstäube mit anderen Holzstäuben gemischt werden, gilt der Grenzwert für sämtliche in der Mischung enthaltenen Holzstäube. Für Hartholzstaub gilt:
Beurteilungsmaßstab des AGS für den Stand der Technik 2 mg/m³. Entsprechend dem Minimierungsgebot sind Konzentrationen anzustreben, die möglichst weit unter dem Grenzwert liegen.
Arbeitsplatzgrenzwert der EU: 2 mg/m³ gemes­sen in der ein­atem­baren Fraktion (gemessen oder berechnet anhand eines Bezugszeit­raumes von 8 Stunden)
Übergangsmaßnahmen: Grenzwert 3 mg/m³ bis zum 17. Januar 2023.
Der Arbeitsplatzgrenzwert der EU darf nicht über­schrit­ten werden.
Massenkonzentration von Staub und Spänen in der Abluft: 20 Milligramm je Kubikmeter Abluft nach 7. BImSchV.
WGK: nicht wassergefährdend, Kenn-Nr.: 765
Bei der WGK handelt es sich um eine gemäß AwSV im Bundesanzeiger veröffentlichte Angabe.