GisChem

Chrom(VI)-oxid

Auszug aus:
Datenblatt

Chrom(VI)-oxid: Charakterisierung, Grenzwerte, Einstufungen

Chrom(VI)-oxid ist ein ist ein dunkelrotes und geruchloses kristallines Pulver.
Chrom(VI)-Verbindungen finden noch Anwendungen im Bereich der funktionellen und dekorativen Beschichtung von Oberflächen.
In erster Linie werden diese Beschichtungen über galvanische Verfahren realisiert (Hart- und Glanzverchromung).
Der Stoff ist in Anhang XIV der REACH-Verordnung im Verzeichnis der zulassungspflichtigen Stoffe aufgeführt.
Er darf nur nach erteilter Zulassung vermarktet werden. Nachgeschaltete Anwender dürfen solche Stoffe nur für zugelassene Verwendungen einsetzen.
Es sind ggf. Beschränkungen aus Anhang XVII der REACH-Verordnung zu beachten:
Der Stoff darf nicht in Verkehr gebracht oder verwendet werden als Stoff, als Bestandteil anderer Stoffe oder in Gemischen, die zum Verkauf an die breite Öffentlichkeit bestimmt sind.
Beim Inverkehrbringen für gewerbliche Anwender muss der Lieferant gewährleisten, dass die Verpackung mit der Aufschrift ?Nur für gewerbliche Anwender.? versehen ist.
Die im Folgenden aufgeführten Stoffdaten, Einstufungen sowie die be­schrie­benen Gefahren und Maßnahmen be­zie­hen sich auf Chrom(VI)-oxid als Metallpulver.
Schmelzpunkt: 196 °C
Siedepunkt: > 230 °C
Schmelz­punkt und Siedepunkt wurden Hersteller­informationen entnommen.
Chrom(VI)-oxid
In der TRGS 910 sind folgende stoffspezifische Konzentrationswerte im Rahmen des gestuften risikobezogenen Maßnahmenkonzepts für Tätigkeiten mit krebserzeugenden Gefahrstoffen (ERB-Konzept) festgelegt:
Beurteilungsmaßstab (BM): 1µg/m³ (Einatembare Frak­tion) auf Toleranzkonzentrationsniveau, (Überschreitungsfaktor 8)
Der Grenzwert bezieht sich auf den Metall­gehalt als analy­tische Berech­nungs­basis.
Es handelt sich um einen risikobasierten Beurteilungs­maßstab.
Arbeitsplatzgrenzwert der EU: 0,005 mg/m³ als Chrom (gemessen oder berechnet anhand eines Bezugszeit­raumes von 8 Stunden) für karzinogene Verbindungen der Kategorien 1A oder 1B
Übergangsmaßnahmen: Grenzwert 0,025 mg/m³ bis zum 17.01.2025 für Schweiß- oder Plasmaschneide­arbeiten oder ähnliche raucherzeugende Arbeits­verfahren.
Der Arbeitsplatzgrenzwert der EU darf nicht über­schrit­ten werden.
Krebserzeugend Kat. 1A (GefStoffV) - Stoffe, die beim Menschen bekanntermaßen krebserzeugend wirken.
TA Luft (2002): Das Emissionsminimierungs­gebot ist zu berück­sichtigen: Unter Beachtung des Grund­satzes der Verhältnis­mäßigkeit sind im Abgas enthal­tene Emis­sionen soweit wie möglich zu begrenzen.
(Nummer 5.2.7.1.1) Klasse I, d.h. der Massen­strom von 0,15 g/h oder die Massen­konzen­tration von 0,05 mg/m³ im Abgas darf nicht über­schritten werden.
Beim Vorhandensein von mehreren Stoffen sind die wei­teren Fest­legungen der TA Luft hin­sichtlich maxi­maler Massen­ströme und -konzen­tration im Abgas zu beachten.
WGK: 3 (stark wassergefährdend), Kenn-Nr.: 328
Bei der WGK handelt es sich um eine gemäß AwSV im Bundesanzeiger veröffentlichte Angabe.