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Titandioxid (13674-87-8)

Titandioxid wird auch als Titan(IV)-oxid oder Titansäureanhydrid bezeichnet. Es ist ein weißes, geruchloses Pulver.
CAS-Nummer: 13463-67-7

BrancheBezeichnungPiktogramme / H-Sätze
Baustoffe
Titandioxid
Chemie
Titandioxid

Titandioxid ist seit einiger Zeit hinsichtlich möglicher krebserzeugender Wirkung von Feinstaubpartikeln in der Diskussion.
In der delegierten Verordnung zur Änderung der CLP-Verordnung ("14. ATP") vom 04.10.2019 wird Titandioxid als möglicherweise krebserzeugend eingestuft, sofern mindestens 1% Partikel mit einem Durchmesser bis 10 µm enthalten sind.
Nähere Informationen hierzu: siehe Datenblattkapitel "Einstufung GHS" oder ausführlich hier: Stellungnahme BG RCI zu Titandioxid.
Diese Verordnung wird voraussichtlich im Februar/März 2020 im europäischen Amtsblatt veröffentlicht.
Die Arbeitsschutzmaßnahmen sind von dieser möglichen Einstufung nicht betroffen - in Deutschland gilt der allgemeine Staubgrenzwert (siehe Datenblattkapitel "Charakterisierung, Grenwerte, Einstufung") auch für Titandioxid.
Die Ableitung dieses Grenzwertes, bei dessen Einhaltung im Allgemeinen keine gesundheitlichen Folgen - auch keine Gefahr an Krebs zu erkranken - zu erwarten sind, erfolgte in Kenntnis aller von der EU herangezogenen Studien.
Wenn die 14. ATP im EU-Amtsblatt veröffentlicht wird und in Kraft tritt, wird das Datenblatt zu Titandioxid hinsichtlich der Einstufung und Kennzeichnung angepasst.
Für die Umsetzung der 14. ATP ist in der Verordnung eine Übergangszeit von 18 Monaten ab Inkrafttreten festgelegt.

1) Die Datenblätter enthalten stoff- bzw. produktgruppenspezifische Gefährdungen und Maßnahmen. Sie unterstützen daher bei der Gefährdungsbeurteilung nach GefStoffV.
2) Der Arbeitgeber muss für den Umgang mit Gefahrstoffen schriftliche Betriebsanweisungen erstellen. Diese enthalten in kurzer Form die wichtigsten Gefährdungen und Schutzmaßnahmen und sind ein Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung.
Daher stellt GisChem nur Betriebsanweisungen im Entwurf zur Verfügung, die betriebs- und arbeitsplatzspezifisch angepasst werden müssen. Dazu gehört im Regelfall auch Kürzen der Texte um nicht zutreffende oder allgemein geregelte Inhalte.
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